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Grundsätze

Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GOB)

Folgende Grundsätze sind in den verschiedenen gesetzlichen Bestimmungen enthalten und ergeben sich aus der bewährten kaufmännischen Praxis. Sie lassen sich in zwei Hauptprinzipien einteilen:

Wahrheit

Wahrheit in der Buchführung heißt nichts anderes, als dass alles so gebucht wird, wie es tatsächlich vorgefallen ist. Scheinbuchungen über nicht stattgefundene Vorfälle sind untersagt.

Klarheit

Alles muss übersichtlich, eindeutig, lesbar, nachvollziehbar und vor Fälschungen geschützt sein. Das heißt zum Beispiel, Korrekturen in der Buchführung dürfen nie durch Streichung, Radierung oder Ähnliches vollzogen werden, sondern nur durch Stornierung und Neubuchung.

Demnach müssen Buchungen und Aufzeichnungen so sein:

  • vollständig
  • richtig
  • zeitgerecht
  • geordnet
  • verständlich


Belegpflicht

Keine Buchung darf erfolgen, ohne dass ein Beleg vorliegt. Wenn der Beleg nicht zwangsläufig aus dem Geschäftsvorfall vorliegt (Eingangsrechnung etc.) ist ein Eigenbeleg anzufertigen.

Organisationsgrundsätze

  • Jeder Geschäftsvorfall muss als Beleg vorliegen
  • Alle Belege sind zeitnah zu erfassen
  • Alle Geschäftsvorfälle sind systematisch zu erfassen, das heißt innerhalb eines nachvollziehbaren Kontenrahmens und Kontenplans.

Aufbewahrungspflicht

Buchführungsunterlagen müssen 10 Jahre aufbewahrt werden. Auch elektronische Dokumente müssen nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer DV-gestützter Buchführungssystem über 10 Jahre zugänglich und abrufbar archiviert werden.

Besondere Bedeutung haben die GOB für die Bilanzierung. Das Handelsgesetzbuch enthält etliche Bestimmungen, die dabei berücksichtigt werden müssen.